Was geschah im Wincklerbad in Bad Nenndorf nach Nachkriegsende ?
Verharmlosung und Relativierung Alliierter Verbrechen in der verbotenen Stadt Bad Nenndorf
Bericht 2008
Bericht 2007
Tommies als Täter
Britische Folterlager nach dem Zweiten Weltkrieg
In den Händen britischer FOLTERER
372 Männer und 44 Frauen in Bad Nenndorf misshandelt
Bericht 2006
Was geschah im Wincklerbad in Bad Nenndorf nach Nachkriegsende ?
Die Gräueltaten der "Befreier" und deren Aufdeckung.
Im gesamten Deutschen Reich kam es nach Beendigung der Kampfhandlung zu schweren Verbrechen an den überlebenden deutschen und europäischen freiwilligen Soldaten und an Zivilisten. Das die Rote Armee gänzlich ungehindert, ja sogar mit der Order ausgestattet möglichst viel Leid und Unrecht zu verursachen sich nahezu maßlos an Deutschen verging, ist heutzutage bekannt. Immer mehr Stimmen gibt es die dies bestätigen. Sogar die ein oder andere Fernsehsendung diesbezüglich. Passt ja auch gut, schliesslich waren die Russen nach dem Kriege Weltfeind Nr. 1. Das aber Amerikaner, Franzosen, Briten ähnliches während und vor allem auch nach dem Kriege taten, wird totgeschwiegen, verfälscht, relativiert, verdreht. Das Bild der bösen Deutschen und den selbstlosen guten Befreiern soll nicht ins Wanken geraten. Doch das Bild der fried- und menschenliebenden Aliierten bröckelt. Und zwar gewaltig. Immer mehr der von den Besatzern aus dem Westem begangenen Verbrechen an der Menschlichkeit dringen ans Tageslicht. So auch in Bad Nenndorf. Ein kleines, aber feines Städtchen. Mitten in der ehemaligen britischen Besatzungszone gelegen. Heute ein friedvoller, ruhiger und gern besuchter Kurort. Doch nach dem Kriege eine gemiedene Zone bar jedweder Gerechtigkeit. Bar jedweder Menschlichkeit. Und ein Zeichen für den Umgang der "Befreier" mit den sich in ihrer Obhut befindlichen Ergebenen. Nicht nur hier, sondern überall auf deutschem Boden fühlten und führten sich diese, als Soldaten der Freiheit verklärten Übeltäter, als Herren über (Über-)Leben und Tod, Glück & Unglück, Freude & Verzweiflung auf.
Was geschah in Bad Nenndorf ? Wie kam es das man diesen schönen Ort das "verbotene Dorf" nannte ? Wie kam es zur Aufdeckung ?
Im November 2005 berichtete der britische Journalist Ian Cobain in der britischen Zeitung "the Guardian" von britischen Folterlagern in der Besatzungszone nach Kriegsende. Genauer bezog er sich auf Daten und gesammelte Beweise über ein Folterlager in Bad Nenndorf : dem Wincklerbad. Fast ein Jahr zog sich seine Recherche hin. Ein jahr lang versuchte er immer wieder mehr zu erfahren zu den ungeheuerlichen Vorkommnissen in der "Verbotenen Stadt" und seinem widerrechtlichen Internierungslager. Jedoch blocken die Behörden und staatlichen Stellen immer wieder ab, und erschweren die Ermittlungen. Die Veröffentlichungen des "Guardian" stützen sich unter anderem auf Erkenntnisse des Scotland Yard Inspectors Tom Hayward, der den Meldungen zweier Ärzte, Major Morgan-James und Dr. Jordan, nachging. Diese Beweise wurden durch das Auswärtige Amt und das Verteidigungsministerium verheimlicht, und bis zur Wiederentdeckung versteckt. Die Akten bleiben weiterhin geschlossen die Fotos gesperrt. Angeblich seien erstere massiv "asbestverseucht".
Nach 1947 schrieb ein britischer Minister in Bezug auf Bad Nenndorf und die Folterungen im Wincklerbad die Notiz:"So wenig Menschen wie möglich sollten darüber wissen, wie die britischen Behörden gehandelt haben. ..."
Die britischen Basatzungstruppen übernahmen am 01.April 1945 Bad Nenndorf von den amerikanischen Besatzern. Sie vertrieben viele hundert Einwohner und beschlagnahmten deren Eigentum. Rund um das Wincklerbad wurde ein Gürtel gebildet. Den dort ansässigen Bürgern wurde ein Zeitfenster von 90Min. eingeräumt, um sich zu nehmen was sie können und ihre Heime zu verlassen. Bei Zuwiderhandlung drohten härteste Strafen und Einkerkerungen. Der Aufenthalt um, in und bei dieser "Sicherheitszone" war unauthorisierten Personen strengstens verboten. Als bald bekam Bad Nenndorf den Titel "Das Verbotene Dorf".
Das Wicklerbad im Zentrum wurde requiriert und umfunktioniert. Es wurde den gängigen Gebräuchlichkeiten des neuen Verwalters, dem CSDIC (direkt dem Verteidungsministerium unterstellter militärischer Geheimdienst ) , angepasst. Z.B. wurden die Badinstallationen dieser Erholungsstätte herausgerissen, und Folterinstrumente eingebaut. Bade- und Ruheräume zu Verhör-, Folter- und Kerkerzellen umgebaut. Die Insassen sahen sich unter anderem folgenden bestätigten Folterungen schutzlos ausgeliefert:
- Schlafentzug
- Aushungern bis zum Tode
- Kältezellen und Kaltwasser (z.B. in gekachelter "Gefrierzelle" 2 Wochen lang alle 30Min. mit eiskaltem Wasser begossen. Von morgens 4.30Uhr bis Mitternacht)
- schwere Schläge
- Streichhölzer unter Fingernägel
- Daumenschrauben
- Schienbeinschrauben
- zerquetschen der Hoden
- Bedrohung mit der Ermordung der Familie
- Bedrohung mit der Ausführung von unnötigen Operationen (z.B. Amputationen)
372 Männer und Jungen, sowie 44 Frauen und Mädchen waren in dieser Schreckensanlage eingepfercht. Es ist bekannt das der Militärgeheimdienst geheime Verhörzentren (von der englischen Presse FOLTERZENTREN genannt) betrieb, die selbst dem Roten Kreuz nicht bekannt gegeben wurden. Die Internierten galten als "verschwunden".
Wer wurde eingesperrt ? Wer waren die Gefangenen ?
Zusammengepfercht, eingesperrt, misshandelt und teils bis zum Tode gefoltert wurden unterschiedlichste Menschen :
- vom Lehrer bis zum Apotheker > Ziel: die Einkerkerung, Brechung und gewaltsame Umerziehung der geistigen Kräfte.
- Ingenieure, Tabakimporteure wie Holzhändler > Ziel: Wirtschaftsinformationen ! Preisgabe von Handelswegen, Patentraub, Besitzenteignungen.
- Jugendliche > Ziel: Brechung jedweden geistigen und körperlichen Widerstandes, brutalste Umerziehung ( Angst der Besatzer vor dem Wehrwolf ).
- vermeintliche Nationalsozialisten > Ziel: Informationen über Abläufe, Pläne, Freunde und Kameraden. Totale Gehirnwäsche. Erzwunge falsche Geständnisse über angebliche Verbrechen.
- letztendlich : angebliche Kommunisten und Ostspione > Ziel: Informationen über den schon früh erkannten und erklärten neuen großen Feind, den Bündnispartner von einst.
Die unsäglich Gepeinigten sollen nicht länger in namenloser Vergesseheit versunken sein. Einige Namen sind Bekannt.
Ermordet wurden :
- mittels Unterernährung und mangelnder Versorgung = Walter Bergmann ( er fiel durch seine Russischkenntnisse auf )
- ebenfalls mittels Unterernährung = Franz Österreicher ( er war ohne gültige Papiere im Sektor )
- erschlagen wurde = SS-Offizier Abeling
- u.v.w.
Opfer unmenschlichster Folterungen wurden:
- Heinz Biedermann , 20 Jahre / aus Stendal ( er musste vollkommen ausgehungert bei Minustemperaturen in der Zelle liegen und wieder immer wieder mit Hinrichtung bedroht )
- Gerhard Menzel , 23 Jahre / Student : 8 Monate im Folterlager Wincklerbad (durch Narben im Gesicht verunstaltet, massive Schwellungen, nicht in der Lage zu sprechen, Lippen und Zunge aufgeschlagen und angeschwollen )
- u.v.w.
Der Gefangene Butlar , ein Antifaschist, wie ers sich selbst bezeichnete, war bereits von der Gestapo in Hamburg inhaftiert worden. Er wurde in das Lazarett des Dr. Jordan eingeliefert, weil er versucht hatte sich das Leben zu nehmen in dem er einen Löffelstiel verschluckte. er sagte später aus, er habe in 2 Jahren Gestapohaft nie solche Behandlungen erlebt wie im Folterlager Wincklerbad zu Bad Nenndorf.
Aber auch die Richter und Henker sollen sich nicht länger unter einem Mantel des Schweigens verstecken können.
Einige der maßlosen Täter :
- Robin Stevens ( genannt "Zinn-Auge" ), 45 Jahre alt / Kommandierender ( Oberst einer indischen Peschawar Einheit. Hatte bereits "Verhörerfahrungen" beim MI5 gesammelt )
- weitere 20 "Verhörspezialisten", davon 12 Engländer ( 3 Offiziere und 9 zivile Übersetzer ). Die restlichen "Verhörer" waren u.a. Juden aus Deutschland, Holland und Polen. Darunter der Jude Langhammer ( wanderte bereits 1934 mit seinen Eltern aus Deutschland nach England aus ).
In einem Prozess der später stattfand wurden sowohl Stephens als auch Langhammer freigesprochen. Als Bauernopfer wurde lediglich der Offizier Smith verurteilt: wegen "Vernachlässigung" von Gefangenen musste er den Dienst quittieren. Bei eben diesem Prozess wurde protokolliert das das Wachpersonal den Befehl erhalten hatte die Inhaftierten durch gezielte körperliche Angriffe dem physischen Zusammenbruch nahe zu bringen, um jene für die Verhöre gefügig zu machen.
Verharmlosung und Relativierung Alliierter Verbrechen in der verbotenen Stadt Bad Nenndorf
Die "Wahrheit" über das Wincklerbad (?)
Informationsabend des Bündnisses „Bad Nenndorf ist bunt“
über das Wincklerband 1945-47 am 29.10.2008
Am o.g. Abend führte das unter Schirmherrschaft des DGB stehende und in den Händen der jüdischen Gemeinde liegende Bündnis "Bad Nenndorf ist bunt statt braun" eine Informationsveranstaltung zu o.g. Thema durch. Geladen waren alle interessierten Bürger, mit Ausnahme der Rechten. Schliesslich entspricht es dem demokratischen guten Ton mit selbsterklärten und weltverklärten kriminellen rotfaschistischen Krawalltouristen zu paktieren, da man von jenen keine kritischen Äusserungen zu befürchten hat, den Anschieber dieser Diskussionsrunde und wahrlichen Themenvertreter von Rechts jedoch auszuschliessen. Da wir aber einer solchen Aufforderung nicht nachkommen können, da es unsere Pflicht und unser Recht ist überall dort zu sein wo Presse, System und / oder Rotfaschisten ihre Lügen und Geschichtsfälschungen unterhalten, waren selbstverständlich auch wir mit von der Partie an jenem Abend.
Es waren ca. 100 Zuhörer, gestellt von Antirechtsinitiativen und einigen Bad Nenndorfern, vor Ort. Als Referent fungierte Guido Scholl, der einige der bis jetzt bekannten Tatsachen zusammenfaßte und aus seiner Sicht darstellte. Selbstverständlich war auch die staatliche Behörde für Staatssicherheit ergo der hiesige Staatsschutz vor Ort, um Nationalisten daran zu hindern ihren Teil zur Wahrheitsfindung beizutragen und späteren Repressionen und Schikanen auszusetzen. Was allerdings zum Glück für unsere wackeren Kameraden vor Ort mal wieder nicht fruchtete. Guido Scholl räumte in seinem Vortrag teilweise die von uns bereits mehrfach erläuterten Folterungen des britischen Geheimdienstes ein. Nach Wortmeldungen von Besuchern, darunter Zeitzeugen die das Leid miterlebten, räumte Scholl weitere Greueltaten der Briten im Wincklerbad ein.
Scholl berichtete von Einzelhaft und auch Dunkelhaft, von Schlafentzug und nicht genügend Nahrung für die Gefangenen. Das die Inhaftierten in Ketten gelegt wurden, ihnen keine geregelten Ruhephasen zugestanden wurden und sie mit unzureichender und unbequemer Kleidung ausgestattet waren. Die Misshandelten waren gänzlich von der Aussenwelt abgeschnitten. Sie hatten oft keinen Strom und nie beheizte Zellen. Ebenso kein warmes Wasser. Dafür wurden die Inhaftierten oft eiskalt abgeduscht. Mehrere der gequälten Häftlinge mussten in knöchelhohem Eiswasser stehen bis ihnen die Zehen abfroren. Andere wurden verbrüht, mit Zigaretten verbrannt und einige zum Teil unter Einsatz von Waffen zu Krüppeln geschlagen. Es wurde gedroht auch die Angehörigen einzukerkern und zu foltern. Scheintodesurteile wurden ausgesprochen.
Anschliessend referierte Guido S., daß es im besetzten Deutschland mehrere Internierungslager gab mit insgesamt schätzungsweise 300.000 bis 500.000 inhaftierten Deutschen. Auf Nachfrage eines durchaus kritischen Anwesenden gab der Herr Journalist dann zu, daß es bei dieser Menge an Eingekerkerten auch Unschuldige gab. Das bliebe dabei nicht aus. Aber er stellte für sich ganz klar raus das Bad Nenndorf kein Internierungslager, sondern eben das einzige (...) sogenannte Verhörlager im britischen Bereich war. Und das eben in allen anderen Lagern auch nicht gefoltert wurde. Diese Ehre wurde eben nur den in Bad Nenndorf internierten 400 vermeintlichen Nationalsozialisten zu teil.
Danach stellte der Referent und einige der Organisatoren der Veranstaltung klar, das es zwischen 1945-1947 eben andere Zeiten waren. Es wäre Krieg gewesen (1947 ???) und das wäre ja wohl, ebenso wie alle Toten dieses Krieges, Deutschlands alleinige Schuld. Auch wurde selbstverständlich wieder die Holocaustkeule geschwungen. Und was sind dagegen schon ein paar unschuldig Inhaftierte und zur Entnazifizierung misshandelte Deutsche? Die Deutschen hätten abscheuliche Verbrechen begangen sie haben laut Scholl "Tod und Verderben gebracht", die Alliierten hingegen die Freiheit. Und das es einigen Deutschen "heimgezahlt" wurde wäre da nur zu gut zu verstehen. Wenigstens hat der Referent Guido S. danach erklärt das Folter und Krieg an sich, natürlich absolut zu verteufeln sind und für ihn keine zu akzeptierenden politischen Mittel. Aber es wurde auch wieder mal nicht unterlassen das wir alle unheimlich dankbar für die Demokratie der Alliierten sein müssen. Für all die tollen Grundrechte der BRD z.B. der Meinungsfreiheit. Für die großartige Einigkeit und Brüderlichkeit die uns der große Bruder lehrte. Und nach all dem verneigen und kriechen vor den Besatzern und ihrem künstlichen, elitären Konstrukt BRD war sich gut die Hälfte der Zuschauer einig darüber, daß man den braunen Spuk in Bad Nenndorf schnellstmöglich beenden müsse. Allerdings waren diese sich da auch schon vorher sicher. Schließlich gehe es uns, den nationalen Sozialisten, hier nicht um Gedenken der Opfer von Folter im Namen der Freiheit, Brüderlichkeit und Gleichheit, sondern lediglich um einen Propagandaschachzug.
Zum Ende der Veranstaltung regten sich einige Besucher über den Grundtenor der Veranstaltung auf. Natürlich nicht darüber das man versuchte unmenschliche Greueltaten zu relativieren und zu entschuldigen. Nein, sondern darüber das man es wagte Folterungen zu zugeben. Das man nicht alles dementierte was diese bösen Nazis auf ihren Trauermärschen, Kundgebungen und Mahnwachen behaupten. Allein das zeigt auf wessen Geistes Kinder hier zumindest zur Hälfte teilnahmen.
Bei diesen Ausführungen wird klar warum gerade wir ausgeschlossen werden. Denn so einige Fragen wirft dieser, als auf aktuellste Erkenntnisse bestehende angekündigte, Vortrag doch auf. Als aller erstes, warum werden weiterhin all die Toten des Wincklerbades verschwiegen ? Warum wird behauptet es wären "nur" vermeintliche Nationalsozialisten interniert, wo doch sogar der englische "Guardian" von Wirtschaftshäftlingen berichtete ? Weshalb nicht alle bekannten und bestätigten Foltermethoden aufgezeigt ? Warum sind deutsche Opfer weniger wert als andere ? Warum werden überall Mahn- und Denkmale für Opfer allermöglichen Volks- und Minderheitenangehörige errichtet, aber nicht für die eigenen vor, während und nach dem Kriege gezielt gequälten und / oder getöteten Deutschen Zivilisten ? Warum wird nicht erzählt auf welche Weise die Besatzer das Wincklerbad und das dazugehörige Umland "requirierten"? Weshalb werden weitere Täter nicht benannt ? Warum werden weitere folternden Gruppen und Organisationen verschwiegen ? Warum werden bewiesene Aussagen dazu als Halbwahrheiten angezweifelt ? Warum wird den Toten und anderen Opfern oder ihren Angehörigen und Hinterbliebenen nicht endlich Gerechtigkeit widerfahren ? ... Diese Liste sich noch viel weiter ausführen UND sie lässt sich beantworten. Wir sind diese Antworten nicht schuldig. Wir haben sie bereits gegeben bzw. angeführt. Un werden dies auch weiterhin tun. Es wäre nur schön wenn sich endlich auch die Staatsträger dazu herablassen würden dies endlich zu tun.
Unser Fazit: Auch diese Veranstaltung ist ein Erfolg unserer unerschütterlichen Arbeit. Selbstverständlich sind wir nicht zufrieden damit, daß auch hier wieder relativiert wurde, Tatsachen beschönigt oder verheimlicht wurden. Deutsche zu Opfern 2ter Klasse degradiert wurden. Auch die Beweihräucherung der gesegneten, allheilsbringenden Besatzer aus West und Ost sehen wir sehr viel differenzierter und kritischer. Allerdings steht außer Frage das diese Veranstaltung ohne das wackere und allen Lügen, Hetzen und Repressionen zum Trotze Bestreben die Lügen dieses Systems und der "Befreier" aufzudecken und aufzuzeigen der widerstehenden nationalen Sozialisten niemals stattgefunden hätte. Bad Nenndorf, die "verbotene Stadt" wie sie damals in der britischen Besatzungszone genannt wurde ist den Herrschenden, den Machtgebern und -stützern, ebenso wie den Antifaschisten und ihren hörigen Huldigern und Auswüchsen ein gewaltiger Dorn im Auge. Entgegen der Behauptung der Schaumburger Zeitung es würde seit Jahren ein Ausschuß zur Vergangenheitsbewältigung Wincklerbad bestehen, so sieht man sich erst seit unserem diesjährigen Trauermarsch gezwungen sich tatsächlich mit der eigenen Vergangenheit zu beschäftigen und sich nicht nur als Täter sondern deutsche auch als Opfer, wenn auch 2ter Klasse, darzustellen. Es ist die Zeit angebrochen endlich aufzustehen. Endlich schluss zu machen mit dem ewigen Geseihere der humanen und gerechten Befreiung. Deutsche wurden gefoltert. Deutsche wurden gemordet. Deutsche haben heute das Recht und die Pflicht endlich die Wahrheit zu sagen. Durch unsere Arbeit mit der Bevölkerung haben wir erfahren das die meisten Bad Nenndorfer gerade älteren Jahrgangs von den Unmenschlichkeiten wussten. Sie schwiegen Jahrzehnte da sie Angst hatten. Angst vor den "Befreiern". Angst davor ihr demokratisches Grundrecht auf Meinungsfreiheit zu nutzen. Angst davor eben genau dafür eingesperrt und wie so viele vor ihnen die Freiheit und evtl. gar mehr zu verlieren. WIR haben ihnen und vor allem den Opfern endlich eine Stimme und ein Gesicht gegeben. Und wir werden nicht ruhen. Und wir werden nicht verdrängen. Und wir werden auch nicht vergessen.
Unser Dank und Gruß gilt all jenen tapferen Volksgenossen die in Zeiten der Volksverklärung und -verhetzung offenen Auges und Ohres mutig durchs Leben schreiten !
Gefangen - Gefoltert - Gemordet! Damals wie heute - Besatzer raus!
Über 400 volkstreue, junge Männer und Frauen versammelten sich gestern in Bad Nenndorf um auf die Folterlager alliierter Besatzer in
Deutschland nach dem 2. Weltkrieg aufmerksam zu machen und den Abzug aller fremden Truppen aus Deutschland zu fordern. Zum dritten Male hat die nationale und sozialistische Opposition damit in Bad Nenndorf dafür gesorgt, daß das Lügengebilde, mit dem sich die Besatzer als Befreier zu verkaufen versuchen, ins Wanken gerät.[MEHR]
Nachdem vor drei Jahren öffentlich wurde, daß das Bad Nenndorfer
Wincklerbad unmittelbar nach Kriegsende in ein Folterlager umfunktioniert wurde, in dem systematisch Menschen gequält und zu Tode gefoltert wurden, hat der nationale Widerstand angefangen, dafür Sorge zu tragen, daß dieses Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte nicht einfach unter den Teppich gekehrt werden kann. Der Aufmarsch mit mehr als 400 Teilnehmern stellt einen neuen Höhepunkt dieser Arbeit dar.
Den Demonstrationsauftakt übernahm Kamerad Thomas ''Steiner'' Wulff das Wort, der die Ereignisse im Wincklerbad noch einmal zusammenfasste. Danach zog der Demonstrationszug absolut diszipliniert, schweigend durch Bad Nenndorf bis vor das Wincklerbad. Vor dem Wincklerbad wurde die Kundgebung von einem Aktivisten aus der Region eröffnet. Christian ging in seinen Ausführungen auf die Forderungen der nationalen Opposition ein und betonte dabei, daß die Arbeit des nationalen Widerstandes rund um die Ereignisse im Wincklerbad mit dem Aufmarsch in diesem Jahr noch längst nicht abgeschlossen sind und wir uns Jahr für Jahr weiter dafür einsetzen werden, daß die Gräueltaten nicht in Vergessenheit geraten werden. Ein erster Schritt dazu wäre das
Aufstellen einer Gedenktafel für die über 372 dort Gefangenen aus der klar hervorgeht, daß an diesem Ort von Besatzern gefoltert und
gemordet wurde. Es kann nicht sein, daß deutsche Politiker sich in
das jahrzehntelang vorherrschende Schweigen auch weiterhin einreihen können, ohne dafür Konsequenzen befürchten zu müssen. Wer nicht Willens ist, Unrecht unabhängig von ideologischen Scheuklappen beim Namen zu nennen, hat jedes Recht auf politische Verantwortung verwirkt.
Danach unterstrich Kamerad Constant Kusters von der Niederländischen Volksunion (NVU) mit seinem Auftritt die Bedeutung dieses Protestes und betonte dabei, daß die Verbrechen der Besatzer keine einmaligen Verfehlungen gewesen sind, sondern die Befreiung überall in Europa die gleiche Handschrift getragen hat. Er sparte dabei auch nicht mit Verweisen in die Gegenwart und geißelte die ungebrochen verbrecherische Aggressionspolitik der Westalliierten. Zum Abschluß der Hauptkundgebung sprach Kamerad Andreas Biere und beendete seine Ausführung mit einer Gedenkminute für die Opfer alliierter Besatzung in Bad Nenndorf.
Der Rückmarsch vollzog sich genauso geordnet, wie der Hinmarsch.
Unberührt von antifaschistischen Schreihälsen, die ihr Geschichtsbild
mit Trillerpfeifen zu schützen versuchten, ging der Demonstrationszug zurück zum Bad Nenndorfer Bahnhof. Dort wurde zur Abschlußkundgebung Aufstellung genommen. Nach einem kurzen Redebeitrag von Sven Skoda führte Ralph Tegetoff eine Gedenkminute für den vor wenigen Tagen verstorbenen Kameraden Friedhelm Busse durch. Die Gedenkminute für diesen verdienten Kämpfer um Deutschlands Freiheit wurde mit der ersten Strophe des Deutschlandliedes beendet.
Der Aufmarsch in Bad Nenndorf ist ein voller Erfolg für den nationalen Widerstand gewesen. Nirgendwo sonst in Deutschland wird die Forderung "Besatzer raus!" so deutlich hörbar wie in Bad Nenndorf. Mehr als 400 Teilnehmer, die getragen von revolutionärer Disziplin gezeigt haben, daß eine Politik für die Zukunft unseres Volkes auch die Vergangenheit nicht aus den Augen verlieren darf. Mehr als 400 Kameraden, die nicht zurückschauen, um Schlachten von gestern gewinnen zu wollen, sondern wissen, daß die Wahrheit im Umgang mit der eigenen Geschichte dort erkämpft werden muß wo das Lügengebilde des Feindes zerbricht. Dort wo die Lüge sichtbar wird, zerbricht das seit mehr als 60 Jahren durch Umerziehung installierte Weltbild. Dort wird Raum geschaffen für einen Wandel, der nicht nur Symptome bekämpft, sondern weiter reicht! Die historische Wahrheit ist für ein kommendes Deutschland, in dem Worte wie nationale Identität, Volksgemeinschaft und Volkssouveränität wieder eine Bedeutung haben sollen, unverzichtbar!
Darum Kameraden, haltet Euch schon heute den Termin für Bad Nenndorf 2009 frei. Wir sehen uns auf der Straße!
Würdevoller Marsch in Bad Nenndorf
Rund 180 Teilnehmer zählte der Trauermarsch im kleinen Kurort Bad Nenndorf und konnte sich so zum Vorjahr noch einmal vergrössern. Unter dem Motto: „Gefangen, Gefoltert und Gemordet – damals wie heute – Besatzer raus“ zogen die Teilnehmer nach einer einstündigen Verspätung vom Bahnhof zum Winklerbad, dem Ort des damaligen britischen Verhörzentrums. Zur Verspätung trugen einige wenige Gegendemonstranten bei, deren Zahl mit einigen selbsternannten Gutmenschen auf höchstens 250-300 geschätzt werden darf. Die Gegendemonstranten blockierten zunächst die Gleise des kleinen Bahnhofs, so dass keine weiteren Züge mehr anreisen konnten.
Der gesamte Aufzug war von einer Disziplin getragen, die auf nationalen Demonstrationen schon lange nicht mehr gesehen worden ist. Auch während der etwa einstündigen Zwischenkundgebung verließ kein Teilnehmer seine Reihe oder ließ sich durch vereinzelnte Störaktionen aufwiegeln. Es sprachen dort zunächst der regionale Vertreter Christian, der sich bei allen Aktivisten für ihr kommen bedankte und unser Anliegen mit den Aufzügen in Bad Nenndorf ausdrucksvoll vermittelte. Als nächster Redner war Kamerad Klaus Baerthel aus Ludwigslust vorgesehen. Klaus hatte einen Freund, der Zeuge der schrecklichen Ereignisse im Lager Nenndorf gewesen ist, er hatte selbst einige Monate dort verbracht! Constans Kusters musste aus familieären Gründen leider absagen, ließ aber durch Sascha Krolzig eine Grußbotschaft verlesen. Anschliessend sprachen noch Andreas Molau, Spitzenkandidat der NPD zur Landtagswahl in Niedersachsen und Ralph Tegethoff. Beide gingen sehr ausführlich mit den britischen Besatzern ins Gericht. Während A.Molau erklärte weshalb die NPD an einer aufarbeitenden Geschichte interessiert ist, belegte Tegethoff anhand von vielen Fallbeispielen aus aller Welt was die Briten unter „humaner Demokratie“ verstehen.
Anschliessend wurde der Aufzug durch die kleine Innenstadt von Bad Nenndorf fotgeführt und konnte am Bahnhof mit einer weiteren Kundgebung seinen Abschluß finden. Hier sprachen nochmals Ricarda Riefling von der Gemeinschaft deutscher Frauen, Christian Fischer und Claus Crämer aus NRW. Die letzten Worte, bevor der Versammlungsleiter die Veranstaltung auflöste gehörten dann noch kurz Christian Worch aus Hamburg. Danach bedankte sich Sven Skoda, Versammlungsleiter aus Düsseldorf bei allen Teilnehmern für ihre Disziplin und Ruhe während des gesamten Aufzuges. Er ging nochmals kurz auf die Forderung aller Redner in ihren Beiträgen ein, daß am Winklerbad eine Gedenktafel auf die Opfer aufmerksam machen muss. Zumindest wird es in den nächsten 3 Jahren noch genügen Aufmerksamkeit geben, den der Trauermarsch ist bis zum Jahr 2010 in Bad Nenndorf angemeldet!
Ohne weitere Vorkommnisse konnten dann alle Teilnehmer abreisen.
Reaktionen der Bürger und Gegendemonstranten:
Der Aufforderung, Plakate oder Schilder gegen den Trauermarsch ins Fenster zu hängen und ansonsten die Veranstaltung zu ignorieren kamen nur die Wenigsten nach. Ganze zwei Plakate konnten auf der gesamten Marschstrecke gesichtet werden. Auch standen in fast jedem Wohnhaus die Bürger am offenen Fenster oder Balkon. Zur Zwischenkundgebung fanden sich trotz der zahlreichen Absperrungen und Kontrollstellen durch die Polizei nochmals circa 50 Bürger ein, von denen lediglich 3 durch Rufe ihre Abneigung kurzfristig zeigten. Die Schweigeminute hinterließ auch bei ihnen einen bleibenden Eindruck.
Die Aktionen der gewaltätigen Antifa sind am gesamten Wochenende lächerlich gescheitert. Am Vorabend sollte es eine Demo unter dem Motto: Egal wohin sie kommen, wir sind schon da geben. Start dafür sollte um 20.30Uhr sein. Bereits gegen 18.00Uhr trafen die ersten nationalen Aktivisten im kleinen Kurort ein, um sich gegen 20Uhr den restlichen Teilnehmern einer Mahnwache gegen linke Gewalt anzuschliessen. Insgesamt 35 Personen beteiligten sich an dieser Aktion und zeigten den wenigen Antifaschisten ihre Abneigung. Diese waren mit rund 80 Teilnehmern weit hinter ihren Erwartungen geblieben.
Auch am nächsten Morgen ließ die Mobilisierung auf der Gegenseite zu wünschen übrig. Hatte man großspurig in ganz Niedersachsen und NRW mobilisiert und 35 Unterstützergruppen gefunden, schlossen sich diesem Aufruf nur wenige Bürger und Gewerkschaftler an. Die Antifa selbst konnte nichtmal mehr als 150 Chaoten auf die Strasse bringen.
Auch die bürgerlichen und Antifa Veranstaltungen in den Wochen vor dem Aufzug liessen nach Angaben der regionalen Presse auf eine schlechte Resonanz schliessen. Selbst die etablierten Blockpartein machten kein glücklicheren Eindruck. Im letzten Jahr gaben sie dem ganzen kaum Beachtung, in diesem jahr so kurz vor der Landtagswahl, stellten sie unzählige Wahlplakate zur Verfügung die an der gesamten Marschstrecke zu sehen gewesen sind.
Als in allem ein voller Erfolg für die nationale Opposition, die sich nicht durch schikanen im Vorfeld hat beeindrucken lassen. Die nicht auf die Provokationen von Links eingegangen sind, sondern einen vorbildlichen Trauermarsch absolvierten. Wir bedanken uns hiermit nochmals ausdrücklich bei allen Teilnehmern und hoffen euch auch im nächsten Jahr in Bad Nenndorf begrüssen zu können!
Tommies als Täter
DIE ZEIT
Der Fachhistoriker Heiner Wember kommentiert die jüngsten Informationen über britische Folter-Lager in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg
Am liebsten stellen wir jene an den Pranger, die als Saubermänner daherkommen und bei denen man plötzlich herausfindet: Hoppla, so blütenweiß ist die Weste gar nicht. In diesem Fall die Briten: Okay, sie behandelten deutsche Kriegsgefangene fast immer fair, sie brachten uns die Demokratie und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, sie luden junge Deutsche nach England ein und lehrten sie das Diskutieren. Und nun: folternde Engländer nach dem Krieg?
Der Guardian hat herausgefunden: Der britische Geheimdienst, dem Kriegsministerium unterstellt, hatte in London und an mehreren Orten in der britischen Besatzungszone Interrogation Camps, Verhörzentren, in denen gefoltert wurde und in denen Menschen durch Misshandlungen, Hunger und Vernachlässigung zu Tode kamen. Zu nennen ist hier vor allem das Verhörzentrum in Bad Nenndorf bei Hannover, das von August 1945 bis Juli 1947 streng abgeschirmt von der Öffentlichkeit ein Foltergefängnis war. Zu den 372 gefangenen Männern und 44 Frauen gehörten vor allem solche, die der Spionage für Stalin verdächtig waren. Mindestens drei Gefangene, wahrscheinlich wesentlich mehr, starben an den Misshandlungen oder verhungerten. Dutzende behielten bleibende Schäden.
Folter ist immer ein Skandal, egal wann und wo sie angewandt wird. Doch bei dieser Story handelt es sich um Schnee von gestern. Seit fast 60 Jahren wissen wir, dass es diese Lager gab, dass es diese Folter gab; dass es diese Toten gab. Die britische Presse berichtete damals ausführlich darüber, das Lager Bad Nenndorf wurde geschlossen, die Verantwortlichen standen vor Gericht. Die Folterer kamen zwar mit einem blauen Auge davon; immerhin wusste die Öffentlichkeit aber von den Missständen und ihrer Beseitigung, sowohl die britische als auch die deutsche. Denn die freie bundesdeutsche Presse nahm ihren Auftrag ernst, ihre Freiheiten wahr und schrieb über alle Details. Vor allem Ernst Friedländer von der ZEIT machte sich in der Folgezeit zum Sprachrohr von Internierten in britischer Hand.
Plötzlich kocht die ganze Sache nun wieder hoch. Warum eigentlich? Seit dem vergangenen Jahr wissen die britischen Medien: Im Irak haben auch englische Soldaten gefoltert. Das aktuelle Thema provozierte den Blick in die Vergangenheit und die Frage: Haben wir Briten eine Tradition der Folter? Der Guardian-Reporter Ian Cobain ging der Sache nach. Er brauchte nur in der Fachliteratur zu suchen, sodann verlangte er Einsicht in die Akten. Schließlich ist mittlerweile die Sperrfrist abgelaufen. Das Resultat ist gleichwohl spärlich. Im Grunde brachten die Akten nur ein paar neue Details, aber keine neue Gesamterkenntnis. Trotzdem war der alte Skandal plötzlich ein neuer Skandal.
Das Einzige, was zur großen Sensation noch fehlte, waren Fotos. Bilder von abgemagerten Gefangenen, von geschundenen Kreaturen. Gequälte Deutsche. Noch versucht das britische Verteidigungsministerium, die übelsten Fotos mit fadenscheinigen Gründen zurückzuhalten. Das wird nicht gelingen. Am Montag bereits zeigte der Guardian auf dem Titel einen nackten Gefangenen aus dem Verhörzentrum Bad Nenndorf: einen zum Skelett abgemagerten, erbarmungswürdigen Menschen.
Solche Fotos machen aus einem längst bekannten Umstand eine Riesensensation. Ein Thema auch für unsere Skandal-Presse. Ich sehe schon den pseudo-historischen Vergleich kommen: Hier die befreiten Auschwitz-Gefangenen, dort die befreiten Nenndorf-Opfer. Und zwischen den Zeilen: Die Tommies waren auch nicht viel besser.
Doch, sie waren viel besser. Denn ausgerechnet das Beispiel Bad Nenndorf, genauer gesagt seine Schließung, zeigte damals die Überlegenheit der britischen Demokratie. Von Deutschen wurden in der Nazizeit im Staatsauftrag Millionen Menschen verhaftet, gequält, zu Tode geprügelt, vergast. Keine deutsche Zeitung hätte jemals darüber berichtet. In Großbritannien sollte das anders verlaufen.
Die britischen Verhörzentren waren streng geheim. Opfer wurden dort vor allem verdächtige Kommunisten und Antifaschisten, aber auch suspekte Nazis. Den Gefangenen Kurt Parbel, den ich zu Lebzeiten noch interviewen konnte, hatte man in dem Verhörzentrum Bad Nenndorf massiv misshandelt. Als ehemaliger politischer Zensor der Deutschen Wochenschau war er unter falschem Namen untergetaucht, aber entlarvt worden. Die Briten vermuteten in ihm einen Spion. Zu Parbels Misshandlungen gehörten vor allem Schläge und ein Aufenthalt in der berüchtigten Wasserzelle Nr. 12. Dort mussten die Gefangenen tagelang mit nackten Füßen im kalten Wasser stehen. Als Parbel zurückverlegt wurde ins Internierungslager Fallingbostel – er hatte zwar eine kleine Untergrund-Organisation gegründet, aber nicht für die Sowjets spioniert – nahm der ehemalige Nazi demokratische Tugenden an: „Wenn wir zu den Konzentrationslagern geschwiegen haben – zu Bad Nenndorf schweigen wir nicht.“ Er sprach den Lagerpfarrer an und der seinen Bischof. Der Bischof informierte den englischen Kardinal Griffy, der wiederum den Labour-Unterhausabgeordneten Richard Stokes. Und dieser Stokes stand eines Morgens vor dem Lagertor in Bad Nenndorf und verlangte Einlass. Kurt Parbel: „Meine Bewunderung galt dem britischen Parlamentarismus, dass es überhaupt möglich ist, dass, wenn ein Unterhausabgeordneter kommt, sich Gefängnistore öffnen, und er kann jeden einzelnen fragen: Wie sind Sie behandelt worden?“. Stokes zettelte eine Unterhaus-Debatte an, die Presse schrieb von Nazi-Methoden – und dann wurde das Lager geschlossen, die Verantwortlichen wurden angeklagt.
So funktioniert Demokratie. Was würde wohl mancher hiesiger Staatsschützer alles anstellen, wenn ein Krieg drohen würde und der potenzielle Feind vielleicht unsere AKWs in die Luft jagen wollte? Folter ist nie zu rechtfertigen, aber wo keiner hinguckt, da entsteht sie, wenn extreme Stresssituationen eintreten. Nicht das ist der Skandal, sondern der Skandal entsteht, wenn Gesellschaft oder Öffentlichkeit so etwas durchgehen lassen. Deshalb hat sich die britische Demokratie gerade im Skandal um Bad Nenndorf bewährt.
Und das war kein Einzelfall: Noch heute behaupten Neonazis, die Briten hätten in den regulären Internierungslagern für Nazis nach dem Krieg Methoden angewandt wie die Nazis selber. Schließlich gab es solche Civil Internment Camps mit insgesamt 90.000 Internierten auch in den vormaligen KZ Esterwegen und Neuengamme. Doch das ist reiner Quatsch. KZ-Baracken kann man so oder so nutzen. Die Behandlung in den britischen Camps war nach der chaotischen Übergangsphase bei Kriegsende fast immer korrekt und unbestechlich. Das bestätigten selbst ehemalige Nenndorf-Gefangene wie Kurt Parbel. Allerdings war der Hunger groß, und einige Gefangene starben an Unterernährung. Dasselbe schwere Los musste 1946 draußen im Hungerjahr auch die Zivilbevölkerung ertragen.
In einem der Internierungslager weigerte sich 1946 ein internierter SS-Lagerarzt, eine falsche Todesursache auf dem Totenschein zu notieren und bestand auf der Angabe starvation, Hungertod. Dieser Totenschein kursierte in der britischen Militärbürokratie; parallel brachten die Kirchen Informationen nach England - und wieder zu unserem bekannten MP Richard Stokes. Ein Unterhaus-Abgeordneter fragte im Parlament, ob es Politik der Regierung sei, die Internierten verhungern zu lassen. Das wirkte: Die Internierten nahmen schnell wieder an Gewicht zu und hatten es schließlich besser als die hamsternde Zivilbevölkerung draußen.
Was lernen wir aus alledem? Menschliche Abgründe gibt es überall. Die Frage lautet, ob Kontrollmechanismen existieren. In Großbritannien ja, damals wie heute. Die Medien dort sprechen heute von „Nazi-Methoden“ ihrer eigenen Dienste nach dem Krieg. Das ist überzogen, aber gut so. Denn es ist ein Beweis, dass die Briten die Folterer schnell zur Räson rufen und Missstände abstellen. Genauso gut ist, dass wir nach dem Krieg solche Kontrollmechanismen von den Briten gelernt und die Barbarei verlernt haben. Die Tommies waren doch besser. Und wir, wir sind inzwischen auch besser geworden.
Heiner Wember ist Historiker und Fachjournalist für Geschichte. Er produziert Fernsehdokumentationen und Hörfunk-Beiträge. In seiner Doktorarbeit beschäftigte er sich mit den Internierungslagern für ehemalige Nationalsozialisten in der britischen Besatzungszone Deutschlands. Die Arbeit ist unter dem Titel „Umerziehung im Lager“ im Klartext Verlag Essen erschienen. Sie wird in Kürze neu aufgelegt.
Britische Folterlager nach dem Zweiten Weltkrieg
Florian Rötzer 03.04.2006
Dokumente und Fotografien belegen, dass britische Militärs in geheimen Lagern in Deutschland und Großbritannien nach 1945 verdächtige Kommunisten gefangen hielten und folterten
Das britische Militär hat nicht nur gefangene deutsche Soldaten in Gefängnissen wie im Combined Services Detailed Interrogation Centre in London gefangen gehalten, verhört und gefoltert, sondern diese Praxis auch nach dem Krieg in Verhörzentren in Großbritannien und Deutschland fortgeführt. Dann ging es nicht mehr nur gegen vermeintliche Nazis, sondern gegen die neue Bedrohung: mutmaßliche deutsche Kommunisten, die misshandelt und gefoltert wurden. Der Guardian hat aufgrund des britischen Informationsfreiheitsgesetzes bislang vom Verteidigungsministerium geheim gehaltene Dokumente und Fotos erhalten, die dies belegen.
Der [extern] Guardian hat die Dokumente über das Verhörzentrum in Bad Nenndorf bei Hannover – in Deutschland nur eines von mehreren anderen Zentren, von denen man wenig weiß - bereits vor vier Monaten vom britischen Außenministerium erhalten, das Verteidigungsministerium hatte aber durchgesetzt, dass die Bilder entfernt wurden. Nach einem neuen Antrag erhielt die Zeitung schließlich die Fotografien, die ein britischer Soldat 1947 von einigen Gefangenen gemacht hatte – offenbar mit der Absicht, damit die Folter zu beenden. Andere Dokumente, die der Guardian ebenfalls erhalten hat, zeigen, dass die britische Regierung die Dokumente nicht an die Öffentlichkeit kommen lassen wollte, um zu verbergen, "dass wir angeblich auch Gefangene auf eine Weise behandelt haben, die an die deutschen Konzentrationslager erinnert." Viele der einst vorhandenen Fotografien sind überdies verschwunden.
In dem Verhörzentrum wurden nach einem [extern] Bericht von Inspector Tom Hayward, der aufgrund der Fotografien die Vorwürfe über die Misshandlungen untersuchen sollte, zwischen 1945 uns 1947 insgesamt 347 Männer und 44 Frauen festgehalten. Darunter SS-Angehörige, mutmaßliche Nazis und sowjetische Agenten, aber eben auch Menschen, von denen man Informationen über das russische Militär und den russischen Geheimdienst zu erlangen hoffte. Nach dem Sieg war der frühere Alliierte schnell zum nächsten Feind geworden und hatte der Kalte Krieg begonnen. Mindestens zwei Häftlinge, die als Kommunisten galten, verhungerten, einer wurde zu Tode geprügelt, andere erlitten Verletzungen oder wurden schwer krank.
Auf den Bildern sieht man einige Opfer des geheimen Programms des britischen Militärs. Sie waren nach Erkenntnissen des Guardian 1946 festgenommen worden, weil man sie verdächtigte, die russischen Kommunisten zu unterstützen. Die Männer sind ausgemergelt und haben "Monate lang Schlafentzug, Schläge und extreme Kälte" aushalten müssen. Einige sind verhungert und wurden zu Tode geprügelt, manche wurden mit Werkzeugen aus einem Gestapo-Gefängnis gefoltert.
Auf einer der Fotografien ist der halbverhungerte 23-jährige Student Gerhard Menzel zu sehen, der als verdächtig galt, weil er 1946 aus der Kriegsgefangenschaft in Sibirien in die britische Verwaltungszone in Deutschland reiste. Hayward berichtete er, dass man ihm 16 Tage lang die Hände auf den Rücken gefesselt hatte und ihn dabei immer wieder ins Gesicht schlug. Er musste auch zwei Wochen in einer kalten Zelle verbringen, in die man jede halbe Stunde von vier Uhr früh bis Mitternacht kaltes Wasser spritzte. Menzel wurde mit 8 weiteren Gefangenen daraufhin in ein anderes Lager gebracht und medizinisch behandelt. Er sei nur noch Haut und Knochen gewesen, habe nicht mehr sprechen, gehen und stehen können, sei verwirrt gewesen und habe unter Gedächtnisverlust gelitten.
Aufgrund des Berichts von Hayward wurden vier britische Offiziere vor das Kriegsgericht gestellt, allerdings fand der Prozess im Geheimen statt, angeblich um die Russen nicht darauf aufmerksam zu machen, dass die Briten auch russische Spione gefangen hielten, aber auch um zu verhindern, dass die Existenz von weiteren Verhörzentren bekannt wird. Nur einer der Offiziere wurde belangt. Man entließ ihn aus dem Militär.
Offenbar weiß man im Verteidigungsministerium und in der Regierung noch nicht, wie man sich nach der Veröffentlichung der Dokumente zu dieser Praxis stellen soll, die man wohl weiterhin gerne verschweigen würde. Das zeigt der Umgang mit Dokumenten über das geheime Verhörzentrum in London, das unter dem Namen "London Cage" bekannt ist. Der Guardian hatte Ende 2005 Informationen über das Gefängnis [extern] publiziert, das 1940 eröffnet und erst 1948 geschlossen wurde. Auch hier wurden nicht nur deutsche Soldaten und Nazis gefoltert, sondern offenbar auch nach Ende des Krieges Zivilisten. Das Verteidigungsministerium suchte nach dem Krieg das Rote Kreuz von der Inspektion des Gefängnisses abzuhalten, da hier keine Kriegsgefangenen, sondern Zivilisten und Kriminelle eingesperrt seien. Nachdem die Kritik stärker wurde, hat man Gefangene in Verhörzentren in Deutschland gebracht, wo man noch unkontrollierter mit ihnen umgehen konnte.
Dokumente, die weiteren Aufschluss über das Verhörzentrum in London geben könnten, werden nach dem Guardian weiterhin vom Verteidigungsministerium unter Verschluss gehalten. Man könne sie angeblich deswegen nicht freigeben, weil sie mit Asbest kontaminiert seien. Ebenso unbekannt ist das weitere Schicksal der Häftlinge auf den Fotografien und wann die Folter und Misshandlungen eingestellt wurden.
Nick Harvey von den britischen Liberalen forderte das Verteidigungsministerium auf, zumindest das anzuerkennen, was geschehen ist, und sich zu entschuldigen. Persönlich oder politisch könne man niemanden mehr zur Verantwortung ziehen. Auch Sherman Carroll vom Medical Foundation for the Care of Victims of Torture verlangt von der Regierung, dass sie sich der Tatsache stellt: "Die Behauptung, dass Großbritannien während des Zweiten Weltkriegs und kurz danach keine Folter anwendete, weil sie als 'untauglich' betrachtet worden sei, ist ein Mythos, der Jahrzehnte lang propagiert worden ist." Das Verteidigungsministerium meint allerdings nur, dass das Außenministerium für Fragen über die Verhörzentren zuständig sei.
In den Händen britischer FOLTERER
Preußische Allgemeine Zeitung / 24. Dezember 2005
England hat Akten aus dem Zweiten Weltkrieg freigegeben, die die Behandlung deutscher Soldaten dokumentieren
von Hans-Joachim von Leesen
Mit allen Anzeichen der Verblüffung veröffentlichten die bundesdeutschen Medien am letzten Wochenende vor Weihnachten eine von der britischen Zeitung „Guardian“ übernommene Meldung, der zufolge in den Jahren nach Ende des Zweiten Weltkrieges die britischen Besatzungstruppen in Bad Nenndorf (bei Hannover) ein Lager unterhalten haben, in denen Deutsche gefoltert wurden, um sie zu erwünschten Aussagen zu zwingen. Angeblich seien erst jetzt in England entsprechende Akten und Dokumente freigegeben worden, aus denen die britische Folterpraxis hervorgehe.
Wer es in Deutschland wissen wollte, der hätte es längst erfahren können: Nach Kriegsende betrieb der militärische britische Geheimdienst ein Verhörzentrum in Bad Nenndorf, für das die „Controll Commission for Germany / British Element“ zuständig war. Dort faßte man Deutsche zusammen, die für den britischen Nachrichtendienst von Interesse sein konnten.
Und sagten sie nicht wunschgemäß aus, wurden sie allen Arten der Folter ausgesetzt. Man entzog ihnen das Essen, ließ sie im Winter nackt in unbeheizten Räumen stehen, bis sie zusammenbrachen und sich die Zehen erfroren hatten, schlug sie unter Zuhilfenahme aller möglichen Prügelinstrumente zusammen, stellte ihnen nur mangelhafte Gefangenenkleidung zur Verfügung, schikanierte sie in jeder möglichen Weise.
Aus Angst, totgeschlagen zu werden, wagte es damals niemand, sich bei höherer Stellen zu beschweren. Es sollen Verhöre und Folter bis zum Tode des Delinquenten durchgeführt worden sein, doch gibt es darüber bisher in der Öffentlichkeit keine Unterlagen.
Schon 1948 erschienen in der Zeitschrift „Quick“ erste Berichte über diese Vorgänge. Auch „Die Zeit“, damals noch von ganz anderem Zuschnitt als heute, nahm sich des Themas an und prangerte diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit an. Offiziell waren in diesem Geheimgefängnis der Briten sogenannte „war criminals“ inhaftiert. Welcher Art diese „Verbrecher“ waren, geht etwa hervor aus einem an die Öffentlichkeit gelangten britischen Bericht über den Häftling Karl Dankwort, der während des Krieges als Erster Sekretär an der deutschen Gesandtschaft in Stockholm tätig gewesen war.
Er soll „als Diplomat alter Schule“ in der Stockholmer Gesellschaft und im internationalen diplomatischen Korps hohes Ansehen genossen haben. Nachdem er im Oktober 1945 von den Schweden in die britische Besatzungszone Deutschlands abgeschoben worden war, steckten ihn die Briten sofort in eines ihrer Internierungslager und von dort dann in das Folterlager Bad Nenndorf. Was man aus Dankwort herauspressen wollte, ist bis heute nicht bekannt. Er wurde von den Briten mißhandelt, bis man ihn schließlich am 7. Oktober 1946 entlassen wollte. Das geschah aber nicht. Da er zuviel über die Vernehmungsmethoden wußte, saß er am 20. November 1946, der Tag, an dem offenbar der Bericht verfaßt worden war, immer noch im Lager. Wann er endlich die Freiheit bekam, geht aus dem Dokument nicht hervor.
Im Jahr 1990 wurde an der Philosophischen Fakultät der Universität Münster eine Doktorarbeit zum Thema „Umerziehung im Lager - Internierung und Bestrafung von Nationalsozialisten in der britischen Besatzungszone Deutschlands“ eingereicht, in der Heiner Wember, heute Mitarbeiter vom ZDF und WDR, auch Einzelheiten über das Verhörzentrum in Bad Nenndorf mitteilte.
Es handelt sich keineswegs um eine revisionistische oder gar rechtsradikale Schrift; Wember war sehr einverstanden mit den Strafmaßnahmen der Sieger den Deutschen gegenüber, ja, er vertrat sogar die Meinung, daß viele zu gering bestraft worden seien. Trotzdem konnte er an den Tatsachen in Bad Nenndorf nicht vorbeigehen. Schon vor 14 Jahren war diese Doktorarbeit als Buch erschienen, so daß jeder, der sich informieren wollte, dies auch konnte.
Kommandant des Bad Nenndorfer Lagers war Oberst Stevens, der sich an den Mißhandlungen beteiligte - was den Doktoranden Heiner Wember nicht daran hinderte, zu behaupten, die Quälereien seien „ohne Wissen vorgesetzter Stellen“ geschehen. Es ist bezeugt, daß Oberst Stevens Gefangene schlug und ihnen im Winter befahl, die Kleidung abzulegen, die er dann mit Dreckwasser übergießen ließ. Obwohl die Existenz des Lagers geheim war, drangen Informationen an die Öffentlichkeit.
Die einzigen, die Zugang hatten, waren Geistliche. Wie auch in anderen Fällen, waren es auch hier katholische Seelsorger, die Informationen über Folter und Mißhandlungen an übergeordnete Stellen, in diesem Falle an den Bischof von Hildesheim, weiterleiteten, der sich an den englischen Kardinal Griffy wandte.
Der schaltete den Labour-Unterhausabgeordneten Stokes ein, der daraufhin am ersten Pfingsttag 1947 unangemeldet in dem Nenndorfer Lager erschien und sich selbst ein Bild von den Zuständen machte. Kurze Zeit später erschienen im Lager Kriminalbeamte von Scotland Yard. Das Lager wurde von Deutschland-Minister Lord Pakenham aufgelöst. Im Frühjahr 1948 wurden in London der Kommandant Colonel Stevens, einige seiner Vernehmungsoffiziere und Wachen sowie der Lagerarzt angeklagt. Verurteilt wurde nur der Lagerarzt. Seine Strafe: Entlassung aus den Diensten der britischen Armee. Alle anderen Angeklagten wurden freigesprochen.
Bad Nenndorf war keineswegs das einzige von westalliierten Siegern unterhaltene Lager, in dem Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen wurden. Erinnert sei an die systematischen Folterungen von 72 Soldaten der Waffen-SS durch US-amerikanische Offiziere. Von ihnen sollte die Aussage erpreßt werden, sie hätten auf Befehl ihrer Kommandeure alliierte Kriegsgefangene in Malmedy ermordet. Obwohl alle Angeklagten vor Gericht ihre Aussagen widerriefen mit Hinweis darauf, daß sie durch Folter erpreßt worden seien, wurden sie verurteilt, allein 43 von ihnen zum Tod durch den Strang. Die energischen Bemühungen ihres US-amerikanischen Hauptanwalts, Colonel Everett und seiner deutschen Anwaltskollegen, Appelle der katholischen und evangelischen Kirche, der Einsatz des amerikanischen Senators Joseph R. McCarthy sowie - nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland - der ersten Bundesregierung erwirkten schließlich, daß alle Urteile ausgesetzt wurden. Allerdings wurde verboten, die Schuldfrage zu stellen. Eine unabhängige Untersuchung des Malmedy-Prozesses, der ganz offenkundig ausschließlich mit der Absicht geführt worden war, belastendes Material über die Waffen- SS zu beschaffen, damit sie im Nürnberger Kriegsverbrecherprozeß als „verbrecherische Organisation“ verurteilt werden konnte, gibt es bis heute nicht.
Quelle: Heiner Wember „Umerziehung im Lager“ Internierung und Bestrafung von Nationalsozialisten in der britischen Besatzungszone Deutschlands, Klartext Verlag Essen
372 Männer und 44 Frauen in Bad Nenndorf misshandelt
London (AFP) - In Bad Nenndorf bei Hannover haben die Briten nach einem Bericht des Londoner "Guardian" von 1945 bis 1947 ein Folterlager unterhalten, in dem 372 Männer und 44 Frauen misshandelt wurden. Wie die Zeitung in ihrer Samstagsausgabe berichtete, wurden die Vorfälle bereits in der Nachkriegszeit bei einer internen Untersuchung aufgeklärt, allerdings wurde der Bericht des Scotland-Yard-Mitarbeiters Tom Hayward erst jetzt zur Veröffentlichung freigegeben. Hayward dokumentierte demnach, dass in dem so genannten Combined Services Detailed Interrogation Centre (CSDIC) Gefangene geschlagen, extremer Kälte ausgesetzt und unter Wasser getaucht wurden. Zu den Misshandlungsmethoden zählte auch das Verhungernlassen.
Hayward wurde dem Bericht zufolge mit der Untersuchung beauftragt, nachdem ein britischer Offizier und ein britischer Arzt auf die Misshandlungen hingewiesen hatten. Auch Folterwerkzeuge aus einem Gestapo-Gefängnis seien in Bad Nenndorf eingesetzt worden. Noch heute verweigere das britische Außenministerium die Herausgabe von Fotos, auf denen Häftlinge als "wandelnde Skelette" zu erkennen seien, schrieb der "Guardian". Ursprünglich sei das Lager eingerichtet worden, um Mitglieder der Waffen-SS zu inhaftieren und ein Wiederaufkeimen des Nationalsozialismus zu verhindern. Im Laufe der Zeit seien aber auch Industrielle, Tabak-Importeure, Waldbesitzer, russische Agenten, Tschechen, Ungarn und Mitglieder von linken Gruppierungen in Deutschland eingeliefert worden.
Ein Häftling namens Walter Bergmann verhungerte laut Hayward in dem CSDIC-Lager. Er sei den Briten verdächtig erschienen, weil er russisch sprach. Obwohl gegen Bergmann niemals eine Anklage erhoben worden sei und er sich stets hilfreich gezeigt habe, sei er schließlich wegen Unterernährung und mangelnder ärztlicher Versorgung gestorben. Geleitet wurde das Lager dem Bericht zufolge von einem Oberst namens Robin Stephens. Zwar hätten nach der Erstellung des Hayward-Berichts Prozesse vor einem britischen Militärgericht stattgefunden, sie seien jedoch vor der Öffentlichkeit verborgen worden.
Bericht 2006
Am 29.07.2006 rief die nationale Opposition zu einem Trauermarsch zum Gedenken für die deutschen Opfer des britischen Folterlagers in Bad Nenndorf auf. Diesem Aufruf folgten ca. 160 Nationalisten aus überwiegend Niedersachsen sowie Nordrhein-Westfalen. Der Beginn der Veranstaltung wurde auf 12 Uhr angesetzt. Dieses konnte aber Aufgrund einer Verspätung einiger Teilnehmer, welche mit der Bahn anreisten, nicht eingehalten werden und somit begann die Veranstaltung dann um 13:30 Uhr. Der Versammlungsleiter Thomas „Steiner“ Wulff begrüßte die Teilnehmer der Veranstaltung und begann als erstes die Auflagen zu verlesen, welche auch von den Teilnehmern minuziös eingehalten wurden. Somit formierte sich der Marschzug der nationalen Opposition, um den Weg Richtung Kurhaus "Wincklerbad" aufzunehmen, an dem die Kundgebung abgehalten werden sollte.
Auf dem Weg zum Kurhaus versuchten vereinzelt Grüppchen der Antifa auf sich aufmerksam zu machen. Sie riefen wie üblich hirnlose Hetzparolen und versuchten uns damit zu provozieren. Des weiteren konnte man auch viele Einwohner Bad Nenndorfs beobachten, wie sie mit Begeisterung dem Marschzug der nationalen Opposition beobachtete. Kameradinnen und Kameraden verteilten außerhalb des Marschzuges Flugblätter an Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bad Nenndorf, welche darüber informierten, weswegen wir in ihre Stadt gekommen sind. Soweit ich beobachten konnte, wurden diese Flugblätter größtenteils mit Freude und Dank zur Kenntnis genommen.
Demo Bad Nenndorf Am „Wincklerbad“ angekommen nahm die nationale Opposition Stellung auf und Kamerad Thomas „Steiner“ Wulff begann mit seiner ausführlichen Rede über das Geschehen ab dem August 1945 in diesem Kurbad. Da es ab dem August 1945 kein Kurhaus mehr war, sondern vom britischen Geheimdienst beschlagnahmt und zu einem Folterlager umfunktioniert wurde.Die Badinstallationen wurden aus den gekachelten Räumen demontiert, Stahltüren eingebaut und verschiedene Folterinstrumente aufgestellt. Rund zwei Jahre lang wurden deutsche Soldaten, aber auch vermeintliche Sowjetspione, grausam gefoltert und schwer misshandelt. Viele erlagen ihren Mißhandlungen. Die Akten über diese erst kürzlich bekannt gewordenen britischen Greueltaten im Bad Nenndorfer Kurhaus werden von der britischen Regierung auch weiterhin mit Vorwänden unter Verschluß gehalten. Das wirkliche Ausmaß solcher alliierten Unmenschlichkeiten interessiert weder etablierte Politiker noch etablierte Medien in der BRD, weil solche Fakten das Lügenmärchen von der angeblichen "Befreiung" ganz schnell zerbrechen würden.
Demo Bad Nenndorf Dann übergab Thomas „Steiner“ Wulff das Wort an den Kameraden Skoda vom Aktionsbüro West. Er sprach ebenfalls kurz darüber was in diesem Folterlager für Greueltaten verübt worden waren und forderte genauso wie Thomas „Steiner“ Wulff die Anbringung einer Gedenktafel an dem Kurhaus in Bad Nenndorf und den sofortigen Abzug der Besatzertruppen auf deutschen Boden. Er sprach von der Vertreibung Millionen Deutscher aus ihrer Heimat, der Vergewaltigung von Mädchen und Frauen und das sinnlose Morden der Zivilbevölkerung die die “Befreiung” mit sich brachte.
Somit wurde die Kundgebung dann am „Wincklerbad“ beendet und man formierte sich wieder um den Rückweg zum Bahnhof anzutreten. Dieser wurde dann ebenfalls wieder von einer Minorität an Gutmenschen und Antifanten mit ihren schon für uns fast gewohnten ineffizienten Äußerungen begleitet. Aber auch diesmal ließen wir uns davon nicht tangieren. Am Ausgangspunkt der Veranstaltung angekommen, bedankte sich Kamerad Thomas „Steiner“ Wulff nochmals für das zahlreiche erscheinen trotz sommerlicher Höchsttemperaturen und der begonnen Ferienzeit. Er beendete die Veranstaltung und wir alle hielten in einer Gedenkminute inne um somit den Kameraden und Opfern der Terrorherrschaft, nach der Besatzung 1945 zu gedenken. Um 15:45 Uhr hieß es dann wieder für uns wieder in Richtung Wolfsburg abzureisen.
Fazit: Die Verantwortlichen werden vor uns keine Ruhe finden, bis die noch lebenden britischen Täter vor Gericht stehen und die Opfer ihr Ansehen wieder zurück bekommen haben.
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